Selbstbestimmtes Lernen bei Swisscom
Das Ausbildungsmodell von Swisscom geht weit über die traditionellen Ansätze hinaus. Es bietet den Lernenden die Möglichkeit, ihre Ausbildung durch selbstgewählte Projekte aktiv zu gestalten und dadur

Gepostet in Lernen und Qualifizierung am 19. OKT. 2025
Das Ausbildungsmodell von Swisscom geht weit über die traditionellen Ansätze hinaus. Es bietet den Lernenden die Möglichkeit, ihre Ausbildung durch selbstgewählte Projekte aktiv zu gestalten und dadur

Das Ausbildungsmodell von Swisscom geht weit über die traditionellen Ansätze hinaus. Es bietet den Lernenden die Möglichkeit, ihre Ausbildung durch selbstgewählte Projekte aktiv zu gestalten und dadurch individuelle Stärken zu entwickeln. Im Mittelpunkt steht der „Marktplatz“ – eine Plattform, auf der Auszubildende Projekte auswählen und sich darauf bewerben können, ganz nach ihren Interessen und benötigten Kompetenzen. Dieses innovative Konzept fördert nicht nur die Selbstständigkeit, sondern bereitet die Lernenden optimal auf die Herausforderungen der modernen Arbeitswelt vor.
Swisscom ist das führende Telekommunikationsunternehmen in der Schweiz und bietet eine Vielzahl von Ausbildungsplätzen in unterschiedlichen Bereichen an. Das Unternehmen legt großen Wert auf die Förderung junger Talente und bildet jährlich rund 800 Lernende in 9 verschiedenen Berufen aus. Dazu gehören technische Berufe wie Informatiker EFZ, Mediamatiker EFZ oder ICT-Fachfrau/-mann, aber auch kaufmännische Ausbildungen und spezialisierte Profile im Bereich Design oder Telekommunikationstechnik.
Das Ausbildungsmodell bei Swisscom zeichnet sich durch einen hohen Grad an Selbstständigkeit, Flexibilität und Individualität aus. Im Gegensatz zu traditionellen Ausbildungsmodellen, bei denen die Lernenden einem festgelegten Plan folgen, haben die Auszubildenden bei Swisscom die Möglichkeit, ihren Lernweg selbst zu gestalten. Dies geschieht über den sogenannten "Marktplatz", auf dem Lernende selbstständig nach Projekten suchen können, die ihren Interessen und offenen Kompetenzen entsprechen.
Anstatt in vordefinierten Abteilungen zu arbeiten, entscheiden die Lernenden selbst, welche Projekte sie übernehmen möchten. Dabei bewerben sie sich auf ausgeschriebene Projekte, durchlaufen einen Bewerbungsprozess und können mit ihrer Bewerbung ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. Dieses System bereitet die Lernenden optimal auf die spätere Arbeitswelt vor, indem es ihnen die Möglichkeit gibt, in einem sicheren Rahmen die Selbstvermarktung zu üben. Gleichzeitig fördert es die Entwicklung individueller Stärken und Erfahrungen, da jeder Lernende seinen eigenen „Erfahrungsrucksack“ füllt und für unterschiedliche Aufgaben je nach erlangten Kompetenzen gefragt ist.
Ab dem ersten Tag werden die Lernenden als vollwertige Teammitglieder betrachtet. Sie arbeiten an realen Projekten mit wirtschaftlicher Relevanz mit, übernehmen Verantwortung und können sogar eigene Projekte leiten. Der Leitsatz "ICH WILL" begleitet sie im Alltag und motiviert sie, über sich hinauszuwachsen und neue Herausforderungen anzunehmen.
Durch die Integration in reale Projekte werden die Lernenden nicht nur optimal auf die Arbeitswelt vorbereitet, sondern tragen auch aktiv zur Weiterentwicklung von Swisscom bei. Dies macht das Ausbildungsmodell besonders attraktiv und fördert die individuelle Entwicklung jedes Lernenden.
Andere Ausbildungsbetriebe können von diesem Modell lernen, indem sie mehr Flexibilität und Selbstverantwortung in ihre eigenen Ausbildungsprogramme einbauen. Der Fokus auf projektbasiertes Lernen und individuelle Stärken könnte auch in anderen Unternehmen die Motivation und das Engagement der Auszubildenden fördern. Es ist wichtig, den Lernenden früh Verantwortung zu übergeben und ihnen die Möglichkeit zu geben, eigene Projekte zu verwirklichen.
Swisscom zeigt, wie moderne Ausbildung durch Selbstbestimmung und praxisnahe Projekte die Ausbildung nicht nur attraktiver, sondern auch effektiver gestalten kann.

Wenn Unternehmen die innovative Ausbildungsstruktur von Swisscom aufgreifen und ein selbstbestimmtes, projektbasiertes Lernmodell implementieren möchten, sind einige zentrale Schritte zu beachten.
1. Schaffung eines digitalen „Marktplatzes“ für Projekte
Das Herzstück von Swisscoms Modell ist der „Marktplatz“, auf dem Lernende selbstständig Projekte auswählen können, die ihren Interessen und Ausbildungszielen entsprechen. Um dieses System in deinem Unternehmen umzusetzen, solltest du:
2. Individualisierte Ausbildungspläne
In einem traditionellen Ausbildungsumfeld gibt es oft starr festgelegte Abteilungen und Arbeitszeiten. Das Swisscom-Modell erfordert mehr Flexibilität:
3. Förderung von Eigenverantwortung und Selbstvermarktung
Ein zentrales Element des Modells ist die Förderung der Eigenverantwortung der Lernenden:
4. Echte, praxisnahe Projekte anbieten
Damit das Modell funktioniert, müssen Lernende an realen Projekten arbeiten, die für das Unternehmen von Bedeutung sind:
5. Ermutigung zur Selbstreflexion
Die Lernenden bei Swisscom reflektieren regelmäßig ihre Erfahrungen und Erfolge:
6. Flexibilität in der Ausbildungsstruktur
Ein flexibles Modell erfordert, dass auch der Ausbildungsprozess weniger starr ist:
7. Förderung einer starken Unternehmenskultur
Einer der Gründe für den Erfolg des Swisscom-Modells ist die enge Einbindung der Lernenden in das Team und die Kultur des Unternehmens:
Die Implementierung eines selbstbestimmten Ausbildungsmodells, wie es bei Swisscom erfolgreich praktiziert wird, erfordert eine umfassende Anpassung bestehender Strukturen und Denkweisen. Mit der richtigen digitalen Infrastruktur, flexiblen Ausbildungsplänen, praxisnahen Projekten und der Förderung von Eigenverantwortung und Selbstreflexion kannst du ein zukunftsorientiertes Ausbildungsmodell schaffen, das deine Lernenden optimal auf die moderne Arbeitswelt vorbereitet.
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